Hatte auch meinen Spaß, aber erst zusehends in der zweiten Hälfte (stehe eh auf maßlose Ideen-an-die-Wand-Klatscherfilme):
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Sam Rockwell rekrutiert nicht zufällig in einem Diner potenzielle Weltretter und jene, die es werden wollen (oder sollen). Das Diner dient ihm vielmehr zur Einladung für ein All-You-Can-Eat-Buffet, das Gore Verbinski auf Empfehlung des Hauses kinematografisch kredenzt: Irgendwas wird schon schmecken! Good Luck, Have Fun, Don't Die transzendiert die Verachtung Verbinskis zu kreativer Zügellosigkeit, seine Wut, sein Bauchgefühl. Und der Hammer saust, ohne Allergien, verkultet hernieder, zertrümmert Smartphones, Klone, Genies, Tastaturen, Datenkabel und Anna Karenina (1878). Offen gestanden, Gore - schön, dass du Black Mirror (2011-) kennst und schätzt, aber kann es sein, dass du spät, sehr spät dran bist? Smartphone-Zombies? Wirklich? Mir imponierte - nichtsdestotrotz - seine Haltung. In Zeiten geheuchelter Haltungslosigkeit und künstlerischer (a)politischer ... Neutralität geht Verbinski mit dem Risiko des Widerspruchs hausieren. Man muss ihm nicht zustimmen, man kann sogar den geringen Erkenntniswert eines Kommentarspaltenbauchmenschen beklagen, aber: Dieser Blockbuster eskaliert, und welche Gesten er poetisiert, all' das irritiert und befreit sich von Formeln und Fließbändern. Endlich einmal wieder. {3/5 ❤️}